Löwenbräuareal

Zürich, Schweiz

Das städtebauliche Konzept setzt auf eine Verdichtung des ehemaligen Brauereiareals mit gezielt volumetrischen Akzenten. Durch eine Erhöhung der Dichte im Gesamtkontext des Areals und einer Betonung der vertikalen wird hier eine neue Stadtsilhouette geschaffen.

Die kubisch präzise formulierten Gebäudevolumen erinnern in ihrer Dimension und Ausbildung an die einst bestehenden Silobauten und führen hierdurch gewissermassen die im Areal angelegte Bautradition weiter. Über den Bestand des Brauereihauptgebäudes kragt das Wohnhochhaus „Löwenbräu Black". Das Neubauvolumen des Löwenbräu Red - ein Bürogebäude - setzt einen strassenseitigen Akzent und bildet zusammen mit dem Stahlsilo im hinteren Bereich und dem Wohnhochhaus eine volumetrische Einheit. Das Kunstgebäude „Löwerbräu White" legt sich auf das Eckgebäude. Das so erneuerte Ensemble umschliesst drei Freiräume, der historisch geschützte „Brauereihof", der offene „Kunsthof" nördlich der Kunstgebäude und der geschlossene „Swissmill"-Hof, welche dem Gesamtareal einen inneren räumlichen Zusammenhalt geben.

Durch die Architektur aus verschiedenen Epochen, verbunden mit einem vielseitig orientierten Nutzungsmix, entsteht eine architektonische Einheit von Neu und Alt. Der Bestand wurde behutsam saniert und neuen Nutzungen zugeführt. In Anlehnung an die farbigen Ziegelsteine der Altbauten sind die Fassaden der Hochhäuser aus glänzend glasierten, profilierten keramischen Elementen konzipiert. Der mit dem Altbau eng verschränkte Neubau des Kunstgebäudes setzt sich als homogene Konstruktion in weissem Beton bewusst vom Bestand ab.

Das Areal ist im Erdgeschoss durchgängig und verbindet die einzelnen Gebäude. Eingänge und vertikale Erschliessungen sind in repräsentativen aber zurückhaltenden Materialien gehalten. Die Kipp-Hubfenster in den Eigentumswohnungen im „Black" machen den Wohn- zum Aussenraum. Das Kunstgebäude beinhaltet neben multifunktionalen Ausstellungsräumen und Büros ein Boardinghouse für die ausstellenden Künstler.

Wettbewerb
1. Rang
Bauherr
PSP Swiss Property AG
Bauzeit
2009 - 2015
Baukosten
ca. CHF 180 Mio.
GF
32'000m²
GV
80'000m³
ARGE mit
Gigon Guyer