Haldengutareal

Winterthur, Schweiz

Der Eingriff auf dem Haldengut Areal in Winterthur gliedert sich in den Teil Ost, mit den vier Punkthäusern (Bauende 2008), den Teil Mitte, mit den historischen Altbauten und den Teil West, mit den Zeilenbauten der Ferrier Architekten. Der Teil Mitte umfasst die Gebäude Alte Brauerei, Silo sowie den Ergänzungsbau als Neubau. Diese drei Bauten bilden das eigentliche Kernstück des ehemaligen Industrieareals am Fusse des Lindbergs.

Die Alte Brauerei weist eine komplexe Gebäudestruktur auf, die sich im Verlauf der Zeit, durch immer neu hinzu gefügte Baukörper gebildet hat. Das Nutzungsszenario mit den Büro- und Gewerbenutzungen respektiert das bestehende Konglomerat, welches von der Denkmalpflege als schützenswert eingestuft wurde. Die Öffnungen in den Fassaden werden mehrheitlich an den ursprünglichen Standorten wieder geöffnet.

Das ehemalige Silogebäude überragt mit dem riesigen Schornstein das gesamte Haldengut Areal. Die Gebäudestruktur besteht aus vier Gebäudeteilen, dem Südtrakt, dem Malzsilo, dem Kohlesilo und dem Kesselhaus. Der Südtrakt ist, als massive Betonkonstruktion mit Aussendämmung, in seinen Abmessungen neu errichtet worden. Die anderen drei Gebäudeteile wurden innenliegend nach dem Rückbau der Silos als Betonkonstruktion (Haus im Haus) errichtet. Um die Wohneinheiten grosszügig zu belichten wurden die ehemals geschlossenen Fassaden mit grossen Öffnungen für Fenster und Loggien aufgebrochen.
Die vier neuen Stadtvillen führen die Bebauungsstruktur des umgebenden, stark durchgrünten Villenquartiers am Südwesthang fort. Die in abgestuften Grüntönen lasierten Sichtbetonkörper sitzen wie Findlinge im weich modellierten Wiesehang, der mitgestaltet wird.

Wettbewerb
1. Rang
Bauherr
Konsortium
Bauzeit
2006 - 2011
Baukosten
ca. CHF 35 Mio.
GF
16‘000m²
GV
63'200m³