LAK Pflegeheim

Mauren, Liechtenstein

Das Pflegeheim ist ein Ort, an dem man zu Hause ist und angemessen und würdevoll lebt. Die Architektur hat zum Ziel, den Bewohnern eine angenehme und wohnliche Atmosphäre zu schaffen und gleichzeitig optimale Funktionsabläufe zu generieren.

Der Entwurf des Gebäudes greift die am Ort vorhandenden typologischen und konstruktiven Themen auf und setzt diese interpretativ um. So fügt er sich bezüglich Geschossigkeit, Dachform, Materialität und Volumetrie harmonisch und selbstverständlich in seine Umgebung ein.

Die Parallelverschiebung zweier identischer Atriumvolumen resultiert in zwei gefassten Aussenräumen: Einem öffentlichen, belebten Vorplatz, der die Eingangssituation mit Café und Vorfahrt ausbildet, sowie einem geschützten hinteren Gartenbereich. Während der nördliche Gebäudekörper sich seiner Nachbarschaft als zweigeschossiges Volumen präsentiert, übernimmt das dreigeschossige, vorgerückte Volumen die Adressbildung.

Die Gebäudeform basiert auf der Typologie der „Kompakten Acht“. Zwei zentrale Atrien werden jeweils zweiseitig von angrenzenden Funktionen flankiert, sodass eine Belichtung auch in der Gebäudetiefe möglich ist. Es entstehen Durchblicke, Räume zum Verweilen und Begegnungszonen sowie ein räumlich qualitätsvolles Angebot an Rundlauf-Möglichkeiten. Das Gebäude lässt sich organisatorisch in dienende und bediente Zonen gliedern. Der nördliche Gebäudekörper beinhaltet im Erdgeschoss alle öffentlichen, verwaltenden und andienenden Funktionen. An zentralem Orte sind die gemeinschaftlich genutzten Infrastrukturen positioniert, so dass ein funktionaler Kreuzungspunkt aus Eingang, Cafeteria, Mehrzweckraum, Kapelle und Verwaltung entsteht.

Der Neubau wird als Hybrid-Bau geplant: Wände und Decken werden in Massivbau erstellt, die Fassaden und Dachkonstruktion als Holz-Fertigelement konstruiert.

 

Wettbewerb
1. Rang
Bauherr
LAK- Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe
Bauzeit
2016-2018
Baukosten
ca. CHF 26 Mio.
GF
10'000m²
GV
32'000m³