Meisenberg

Zug, Schweiz

Die gesamte Überbauung wird von der Meisenbergstrasse aus gesehen in eine vordere Hausgruppe mit Eigentumswohnungen und eine hintere Hausgruppe mit Mietwohnungen aufgeteilt, wodurch ein räumlich gestaffelter Zwischenraum aufgespannt wird. Die Gebäude sind bestmöglich in den Geländeverlauf eingebettet, sodass die Qualitäten des Ortes erhalten bleiben. Die durchlässige Bebauungsstruktur schafft eine dem Ort angemessene volumetrische Körnung. Die Topographie bleibt spürbar und es entstehen vielseitige Durchblicke und grosse Freiflächen. Wege und Aufenthaltsbereiche werden sorgfältig in den bestehenden Hang eingefügt. Die privaten Aussensitzplätze der Erdgeschosswohnungen werden mittels Trockenmauern terrassiert und sind somit gut nutzbar.

Es wird ein einheitliches Erscheinungsbild als Gesamtüberbauung angestrebt. Für alle Häuser werden die gleichen Gestaltungselemente verwendet: Fassaden mit fein verputzter Aussenwärmedämmung, umlaufenden Fensterzargen und Glasbrüstungen. Die spannungsvollen Fassaden mit ihren offenen und geschlossenen Flächen, die Rundungen und die grosszügigen, zum See hin ausgerichteten Terrassen, prägen die Überbauung und geben ihr ein unverkennbares Aussehen. Die Gebäude sind als Zweispänner organisiert. Damit erhalten alle Geschosswohnungen eine dreiseitige Ausrichtung und verfügen über grosszügige Eckterrassen mit Seeblick.

Das Farb- und Materialkonzept unterstützt die Absicht, die einzelnen Volumen monolithisch erscheinen zu lassen. Als Grundfarbe wird ein neutraler Grauton gewählt. Die feingliedrigen Leibungs- und Brüstungsverkleidungen aus Faserbeton sind mit einem helleren, fast weissen Farbton davon abgesetzt. Durch ihre zurückhaltende, elegante Farbgebung tritt die Bebauung gegenüber der umgebenden Landschaft optisch zurück. Das Grau der Baukörper kontrastiert zudem mit der farbigen Vegetation des Parks.

Bauherr
JEGO AG / Bad Schinznach AG
Bauzeit
2013 - 2016
Baukosten
ca. CHF 40 Mio.
GF
12‘600m²
GV
38'000m³