Technopark

Winterthur, Schweiz

Der Technopark ist die erste bauliche Transformation des Werk 1 im Sulzerareal. Das damals teilweise noch industriell genutzte Gebiet der Maschinenfabrik Sulzer ist durch grossmassstäbliche Gebäude im Arealinnern und länglichen Dienstleistungsgebäuden an den Arealrändern geprägt, deren Stellung in erster Linie durch die ehemaligen Produktionswege und durch die Lage der Industriegeleise bestimmt wurde.

 Der Neubau nimmt das städtebauliche Muster der peripher erstellten Dienstleistungsgebäude direkt an der Strasse auf und schliesst den Raum zwischen dem Technopark-Stammhaus und dem markanten Bau der ehemaligen Giessereihalle - bis auf den baumbestandenen Platz direkt an der Drehscheibe. Der abgestufte Längsbau, die neue Vertikalerschliessung sowie das aufgesetzte und auskragende Dachgeschoss erweitern den Bestand additiv in der für Industrieareale typischen, pragmatischen Weise. Die Schnittstellen werden durch die verschiedene Materialisierung der Elemente noch verdeutlicht. Die Sichtbetonstruktur der Fassade zeichnet das tragende Betonskelett im Innern ab, so auch die funktional bedingten grösseren Räume im Kopfbau des Erd- und Dachgeschosses. Dank der an den Bestandesbau angelehnten Tragstruktur ist das ganze Gebäude flexibel einteilbar und kann nachhaltig bewirtschaftet werden. Die roten nichtragenden Korridorwände gegenüber den rohen Betonstützen materialisieren und verdeutlichen farblich die Gebäudestruktur.

Die Nutzung des Erweiterungsbaus besteht aus Cafeteria als Begegnungsraum im Erdgeschoss bzw. der Schnittstelle von Neu- zu Altbau, aus Konferenz- und Schulungsräumen für die Weiterbildung und Büros für Start-Up Firmen. Der Betrieb des Technoparks ist verlinkt mit verschiedensten Hochschulen und Unternehmen und garantiert den gegenseitigen Wissenstransfer.

Bauherr
Technopark Winterthur AG
Bauzeit
2008 - 2010
GF
ca. 8'600 m2
GV
ca. 29'500 m3