Giessenturm

Dübendorf, Schweiz

Der aus dem Kontext skulptural ausformulierte Entwurf, nimmt Bezug zu den lokal spezifischen Gegebenheiten und schafft somit eine identitätsstiftende Gesamtfigur. Die Fassadengestaltung berücksichtigt einerseits die unmittelbare physisch gebaute bzw. geplante Umgebung andererseits immaterielle Aspekte, wie Geschichte und Raumatmosphären.

Die vorgeschlagene Fassadengestaltung ordnet sich bewusst unter und stärkt somit die ausformulierte Figur des Hochhauses. Das homogen wirkende richtungslose „Fassadengitter“ überspannt beide Gebäudeteile zu einer skulpturalen Einheit. Netz und Füllung agieren als Hauptkomponenten in der Fassade. Füllelemente welche die Funktion von Fenster, Absturzsicherung, Abdeck- bzw. geschlossenes Paneel übernehmen, interagieren mit dem Netz in Form von Farbigkeit, Oberfläche und räumliche Abstufung und treten durch ihre Homogenität dezent in den Hintergrund.
 

Das Netz fungiert als architektonisches Ornament und nimmt analog wie das Projekt die historische Thematik der industriellen Vergangenheit auf. Durch die bronzefarbige Materialisierung wird der Bezug zu den typischen Backsteinfassaden und den Rostoberflächenstrukturen aufgenommen. Die warme und lebendige Oberflächenstrukturierung vermittelt ein wohnlichen Ausdruck und tritt mit seinem Erscheinungsbild in einen abgestimmten Dialog mit, wodurch die Ablesbarkeit des Gesamtareals weitergetragen wird.

Wettbewerb
Direktauftrag
Bauherr
Credit Suisse REF Siat
Bauzeit
2017 - 2019
Baukosten
ca. CHF 85 Mio.
GF
27'339m²