Reismühle Areal

Winterthur, Schweiz

In Winterthur Hegi, in unmittelbarer Nähe zur Reismühle und dem Eulachpark, plant atelier ww eine Wohnüberbauung mit ca. 100 Wohnungen. Der Entwurf der Arealüberbauung wird im begleitenden Dialog mit der Fachgruppe Stadtgestaltung entwickelt und im Standard SIA Effizienzpfad 2040 ausgeführt.

Das Grundstück grenzt im Süden an den pittoresken Reismühle-Kanal und liegt im räumlichen Einzugsgebiet des ursprünglichen Dorfzentrums Hegis. Gleichzeitig stellt das Grundstück eine Schnittstelle zweier Zonengrenzen dar und ist Bindeglied zwischen unterschiedlichen städtebaulichen Strukturen, Körnungen und Massstäben. 

Die strassenbegleitende Wohnüberbauung schliesst das westliche Quartier mit grossmassstäblicher Bebauung ab und generiert einen zusammenhängenden, gemeinschaftlichen Freiraum. Mit der offenen Ausrichtung zum Reismühlekanal und dem Eulachpark im Süden greift die Riegelstruktur städtebauliche Elemente des angrenzenden Quartiers auf. Die volumetrische Auflösung führt zur Ausbildung von Raumtaschen und Kantenbrechungen und reagiert somit auf die kleinmassstäbliche Bebauung gegenüber der Strasse.

Im Aussenraum werden die räumlichen Gliederungsprinzipen in Form der Hauszugänge, Wegeführungen und Ausbildung gemeinschaftlicher und privater Aussensitzplätzen konsequent fortgeführt.

Die Gegenüberstellung zwischen Garten- und Strassenbereich, zwischen privat und öffentlich, bildet in einer kontrastierenden Wahl der Bepflanzung und der Erschliessungselemente eine konzeptionelle Einheit mit der Architektur.

Das gegenseitige Verschieben einzelner Volumen gliedert die Gebäudekörper und verzahnt sie mit dem Aussenraum. Während sämtliche Wohnungen auf den Freiraum hin ausgerichtet sind, orientiert sich der Kopfbau mit seiner Gewerbenutzung an der stärker frequentierten Kreuzung.

Die vertikal gegliederte und vorvergraute Fichtenholzfassade - als Reminiszenz an die benachbarte Sägerei Reismühle - überspannt einheitlich die einzelnen Gebäuderücksprünge. Eine homogene Farbtonwahl vereint und harmonisiert die verschiedenen Fassadenelemente und Materialien miteinander. Im westlichen Gartenraum kontrastiert ein filigranes Balkongerüst das Gebäudevolumen, welches als helles und begrüntes Element als privater, begrünter Aussenbereich in Erscheinung tritt.

Das Verschränken der Gebäudekörper ermöglicht eine mehrseitige Ausrichtung der diversen Wohnungstypen und resultiert in spannenden, vielschichtigen internen Raumabfolgen. Die beidseitige, durchwohnende Ost-West-Ausrichtung wird zum räumlichen Gliederungsprinzip erhoben – Dienende Räume liegen in den effizienten 3- und 4-Spännern konsequent in Treppenhausnähe. Die optimierte Freistellung der Fassadenflächen trägt zur maximalen Belichtung der Wohnräume bei.

Bauherrschaft
Asga Pensionskasse
Status
In Planung
Landschaftsarchitektur
PR Landschaftsarchitektur GmbH
GF
19'500 m2
GV
59'000 m3
Jahr
2020
Typologie
Wohnen und Gewerbe
Land
Schweiz
Stadt
Winterthur

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