1. Rang in Spreitenbach

Spreitenbach, Schweiz

Das Tivoli Areal ist ein Ensemble unterschiedlicher Bautypen, die in ihren Qualitäten zusammenspielen müssen, um eine eigene gemeinsame Identität zu schaffen. Die unterschiedlichen Bautypen suchen über ihre städtebauliche Setzung eine enge Verwandtschaft, um die beabsichtigten Qualitäten zu erzielen. Gemäss Richtprojekt und Masterplan sind die Baufelder örtlich definiert. Der schon bestehende Hochhauscluster wird ergänzt. Der Masterplan sieht zwei Hochhäuser vor, die im Sockelbereich an das Shoppingcenter Tivoli angebaut werden und maximal ca. 100 m hoch sein können. Das weiter in Richtung Längacker-Quartier folgende Baufeld welches Wohnungen im Stockwerkeigentum beinhaltet, ergänzt die künftigen Verdichtungspotentiale.  

Die Neubauten sollen zusammen mit den bestehenden Gebäude und dem Shoppingcenter als diversifizierte Gesamtanlage in gegenseitiger Synergie funktionieren. Das Areal wird zudem mit einer einheitlichen Landschaftsplanung und Verkehrsplanung neu konzipiert. 

Die projektierten Hochhäuser sind bezüglich der volumetrischen Ausformulierung miteinander verwandt, haben jedoch ihre eigene Identität. Der Projektvorschlag interpretiert die unterschiedliche Situation und Ausrichtung der aus dem Richtplan vorgeschlagenen Baufelder I und B.  

Für das Baufeld I wird eine „Twin-Tower“ Lösung vorgeschlagen. Die in einer Richtung visuell sehr beschränkende Scheibentypologie wird in der Höhe in zwei im Sockel verbundene Punkthochhäuser aufgebrochen. Die Motivation und daraus resultierende Qualitäten sind vielschichtig. Zum einen wird auf diese Weise einen Durchblick vom Ortskern aus gewährt und eine städtebaulich „transparentere“ Lösung ermöglicht. Andererseits wird die Qualität der Wohnungen durch grössere Fassadenabwicklung stark verbessert. Eine Vielzahl von Eckwohnungen können somit realisiert werden. Zudem verspricht die Twin-Typologie eine neue Identität, die dem programmatisch sehr diversifizierten Areal auch bezüglich der Vielseitigkeit der volumetrischen Ausformulierung Rechnung trägt. Die beiden Punkthäuser, welche nahe beieinander liegen entwickeln sich in der Höhe als abgestufte verjüngende Baukörper. Dadurch wird der Zwischenraum spannungsvoll vertikal gegliedert sowie die Wiederholung in der Höhe gebrochen. Die daraus entwickelten Qualitäten für die Wohnungen sind einerseits für die Segmentierung der Wohnungsstandards, andererseits für die Einzigartigkeit der Gebäudeform und zudem für die Ausrichtung und Besonnung der Wohnungen von grossem Vorteil.  

 

Bei weiträumiger Betrachtung resultiert der Projektvorschlag in einen nach Aussen strahlenden Mirkokosmos der darauf bedacht ist, als Einheit maximale Kraft zu entwickeln und somit dem Anspruch Spreitenbach zum besten Ort im Limmattal einen Schritt Vortrieb zu leisten. Die städtebauliche Justierung wird projektübergreifend bis in die Materialisierung vertieft, um dem Ort eine starke und kohärente Identität zu verleihen. Die in den vorgegebenen Baufeldern gesetzten einfachen Volumen ergänzen das Areal auf eine für den Aussenraum klärende Situation. Die Sockel der Hochhäuser und der Vorschlag auf Baufeld C gliedern eine weiträumig gekammerte Aussenraumlandschaft. Die Einfachheit schafft klare Räume und Beziehungen untereinander und eröffnet eine gemeinschaftliche Situation. 

Wettbewerb
Studienauftrag - 1 Rang
Bauherr
Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG
GF
41'899 m2
ARGE mit
SKK Landschaftsarchitekten AG